Soziale Verantwortung in kleinen und mittleren Unternehmen

Der Wirtschaftsstandort Nürnberg ist von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) geprägt: Sie stellen mehr als 40 % der Arbeitsplätze. Die Stadt Nürnberg pflegt engen Kontakt zu diesem für die Region wichtigen Wirtschaftsfaktor.

 

Dabei wurde festgestellt, dass bei vielen KMU eine hohe Bereitschaft vorhanden ist, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dem gegenüber stehen jedoch die geringe Anzahl von CSR-Aktivitäten in KMU sowie eine geringe Strukturiertheit, Zielgerichtetheit und Kontinuität der bestehenden Aktivitäten. Als Grund hierfür wurden von Unternehmen selbst regelmäßig mangelnde Kenntnisse über Formen und Möglichkeiten von professionellem sozialem Handeln (CSR) angegeben, ebenso wie knappe personelle und finanzielle Ressourcen.

 

Während große Unternehmen oftmals soziales Handeln außerhalb des Betriebes ansiedeln und auf eine gute öffentliche Reputation zielen, wird gerade für KMU das interne soziale Handeln von Bedeutung sein.

 

Gute Arbeitsbedingungen und vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten, ressourcenschonender Umgang und gute Beziehungen zu Kundschaft und Umfeld stärken die Wettbewerbsposition der Unternehmen und ermöglichen es, künftigen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen (z. B. demografischer Wandel und Fachkräftemangel, steigende Energie- und Ressourcenkosten, Standortattraktivität im globalen Wettbewerb).

 

Das Projekt „Nürnberger Unternehmen in sozialer Verantwortung“ möchte kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, ein geeignetes Konzept für soziales Handeln zu entwickeln, das sowohl zu dem Unternehmen und seinem Standort passt als auch die lokalen Bedarfe adressiert (z. B. Umweltschutz, Langzeitarbeitslosigkeit, familienfreundliche Arbeitsbedingungen) und lokalen gesellschaftlichen Mehrwert erzielt.