Fallbeispiel für soziale Verantwortung im Handwerk

Viele Handwerksbetriebe leben bereits soziale Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) in ihrer Betriebstätigkeit. Verantwortungsvolles Unternehmertum ist dort ein selbstverständlicher und häufig unbewusster Teil der Unternehmenskultur.

 

Die Ausprägungen von sozialer Verantwortung im Handwerk sind so vielfältig wie das Handwerk selbst. Sie arbeiten zum Beispiel bereits ressourcenschonend oder umweltzertifiziert, bilden junge Menschen aus, richten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern familienfreundliche Arbeitszeiten ein und engagieren sich ehrenamtlich im Stadtteil oder bei Vereinen, das heißt, sie unterstützen beispielsweise kirchliche Gemeindeaktivitäten oder leisten handwerkliche Hilfestellungen bei der Renovierung eines Kindergartens.

 

Handwerkerinnen und Handwerker engagieren sich meist spontan, weil sie sehen, dass konkrete Hilfe gebraucht wird. Die Hilfe erfolgt dann oft persönlich und direkt. Eine Strategie für soziales Handeln, gar eine ganze Abteilung wie in großen Unternehmen, gibt es häufig nicht. Da für viele Handwerksbetriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das soziale Engagement selbstverständlich ist, wird es oftmals nicht öffentlich gemacht – Helfen ist für sie Ehrensache und kein Teil der Geschäftsstrategie oder des Marketings. Das vielfältige soziale Engagement des Handwerks soll in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht und entsprechend gewürdigt werden.

 

Das Projekt „Nürnberger Unternehmen in sozialer Verantwortung“ möchte Handwerksbetriebe dabei unterstützen, ihr soziales Handeln sichtbar zu machen und weitere Felder des Engagements zu erschließen, um somit zu einer nachhaltigen und solidarischen Entwicklung der Stadtgesellschaft beizutragen.